Kulturregion Uckermark 

Neben ihrer beeindruckenden Landschaft ist es vor allem die kulturelle Vielfalt, die die Uckermark liebenswert und das Leben in ihr lebenswert macht. So wie das Land ist auch die Kultur hier eher unaufdringlich und trotzdem reichhaltig.

Die Uckermärkischen Bühnen in Schwedt/Oder
Die Uckermärkischen Bühnen in Schwedt/Oder
Interessant ist in der Uckermark vor allem die Vielfalt der Kultur- und Kunstszene. Einerseits gibt es größere und professionell wirkende Kultur- und Kunsteinrichtungen. Daneben gibt es eine Reihe von Künstlern, die selbständig tätig sind und die kulturelle Landschaft sehr bereichern. Außerdem existiert eine Reihe von Vereinen und Menschen, deren Hobby die Kunst und Kultur sind.

Das Ehm-Welk- Literaturmuseum in Angermünde
Das Ehm-Welk- Literaturmuseum in Angermünde
Zu den großen Kulturstätten zählen auf jeden Fall die "Uckermärkischen Bühnen" in Schwedt/Oder. Neben Theaterstücken werden hier auch Shows, Unterhaltung, Kleinkunst und Konzerte geboten. Die ubs. waren insbesondere mit ihrer Show "Live is life" auch überregional sehr erfolgreich. Ein weiteres uckermärkisches Highlight ist das "Preußische Kammerorchester" aus Prenzlau. Es entstand aus dem früheren Estradenorchester des Bezirkes Neubrandenburg und hat nach einigen stürmischen Jahren inzwischen seinen festen Platz im Brandenburger Kulturleben gefunden. Ständig steigende Besucherzahlen und Konzerte bis hin nach Polen und Skandinavien zeugen davon. In Templin hat sich das "Multikulturelle Centrum" einen Namen auch über die Kreisgrenzen hinaus gemacht. Gesprächsrunden, Ausstellungen, Lesungen und Konzerte sind Markenzeichen des MKC. In Angermünde kann man sich im "Ehm-Welk-Literaturmuseum" neben dem Leben und Werk von Ehm Welk auch mit dem Naturschutz in der Uckermark vertraut machen.
   
Viele der größeren Kultureinrichtungen sind in kommunaler Hand. In Zeiten knapper Kassen gelüstet es viele Politiker, zunächst die Axt an die sogenannten "freiwilligen Aufgaben" zu legen. Aus diesem Grunde kann man es gar nicht hoch genug einschätzen, daß uckermärkische Abgeordnete nach wie vor bereit sind, "ihre" Kultureinrichtungen finanziell zu unterstützen. So engagieren sich die Schwedter jährlich mit Millionen Euro für ihre ubs., die Stadt Templin trägt den größten Anteil am MKC, die Angermünder halten ihr Ehm-Welk-Literaturmuseum und den daneben liegenden Tierpark über Wasser, die Stadt Prenzlau hat Millionensummen in den Umbau des Dominikanerklosters zum kulturellen Zentrum der Stadt gesteckt. Viele Gemeinden unterstützen ihre Museen, Heimatstuben und Vereine. In einer Zeit, da Kultur zum Steinbruch für die Kassenverwalter wird, ist dies keine Selbstverständlichkeit.     

Der Stegelitzer Künstler Christian Uhlig mit dem Modell des Angermünder Marktbrunnens
Der Stegelitzer Künstler Christian Uhlig mit dem Modell des von ihm geschaffenen Angermünder Marktbrunnens
Eine Vielzahl von Künstlern ist ebenfalls in der Uckermark tätig. Eine Besonderheit in der Uckermark ist der Umstand, daß viele Berliner Künstler sie sich zu ihrem Wohnsitz erkoren haben und hier ihr Schaffen fortsetzen. Darunter gibt es Maler, Grafiker, Karikaturisten, Bildhauer und andere "Gewerke". Daraus sind eine ganze Reihe von Künstlerhöfen, kleine Galerien und Ateliers entstanden. In einigen Orten sind schon regelrechte "Künstlerkolonien" entstanden, wie z.B. in Bebersee; man kann es schon fast als das "Worpswede der Uckermark" bezeichnen. (Dort lebte und arbeitete z.B. auch der Karikaturist Heinz Jankofsky, ja, genau, der mit den drallen Frauen, den Männern mit Hut und der feisten Katze auf jedem Bild.)  Einige dieser Werkstätten kann man nach Vereinbarung oder auch zu festen Öffnungszeiten besichtigen, wie z.B. die Galerie "Waldhus" in Annenwalde, den Kunsthof Stegelitz, die Sommergalerie Mistelhof und viele andere. Solche Galerien sind immer einen Ausflug wert. Eine Reihe von Künstlern bietet auch Kurse in den Volkshochschulen, in ihren Ateliers oder für Kinder an.

Der Roland von Thoralf Jäkel in Prenzlau
Der Roland von Thoralf Jäkel in Prenzlau
Entgegen der landläufigen Meinung ist des Künstlers Handwerk in den meisten Fällen nicht eben eine Goldgrube. Daher ist es für viele Künstler wichtig, daß auch die öffentliche Hand oder auch Banken und Unternehmen in der Uckermark immer wieder Werke in Auftrag geben. Die Ergebnisse kann man sich unter anderem auf dem Angermünder Marktplatz mit Christian Uhligs (zunächst heftig umstrittenen, aber inzwischen gut angenommenen) Marktbrunnen ansehen, mit Thoralf Jäkels gewaltiger Roland-Figur in Prenzlau, mit Heidi Petzerling-Galles Wandbild der 4 Jahreszeiten oder auch dem "Unzuständigen Beamten" von Marco Flierl  in der Kreisverwaltung in Prenzlau.
   
Einen wichtigen Platz in der uckermärkischen Kulturszene nehmen die Menschen ein, deren Hobby die Kunst ist, und auch die vielen Vereine, die sich damit befassen. In Zeiten, in denen das Niveau der deutschen Leitkultur offenbar von "Big Brother", Anton aus Tirol und Karl Moiks tumber Stadl-Musik bestimmt wird, freut man sich, daß es auch noch Menschen gibt, die dem etwas eigenes entgegensetzen wollen. Die Palette ist breit: Ob es die Malerei von Andreas Kranzpiller aus Fürstenwerder ist, die Tanzgruppe des Gymnasiums Templin oder das Uckermärker Landvolk aus Warnitz, der Prenzlauer Kulturverein oder das Theater Stolperdraht aus Schwedt/Oder und zahllose andere Einzelpersonen und Vereine: Sie alle bereichern das kulturelle Leben, gestalten Ausstellungen, machen eigene Aufführungen und organisieren Veranstaltungen.

Beim Landschaftspleinair im Unteren Odertal
Beim Landschaftspleinair im Unteren Odertal
Besonders gut spürt man die Harmonie von Landschaft und Kultur bei den Konzertreihen, die jedes Jahr an verschiedenen Orten der Uckermark stattfinden- ob bei den Uckermärkischen Musikwochen, den Deutsch-Polnischen Musiktagen, den Annenwalder Konzerten oder auch den Schloßpark- Festspielen in Schwedt/Oder. Das Erlebnis eines Konzertes im Friedgarten des Prenzlauer Dominikanerklosters, im Vorwerk Annenwalde oder in der Angermünder Marienkirche ist für viele Musikfreunde jedes Jahr ein Anziehungspunkt. In der bildenden Kunst sind beispielsweise das Angermünder Hartsteinsymposium und die Landschaftspleinairs im Unteren Odertal bei Schwedt/Oder immer wieder Anziehungspunkt für Künstler aus Deutschland und aus aller Welt, und natürlich auch für viele Besucher.

Einen Überblick über die uckermärkische Kulturszene, mit Hinweisen und Links zu zahlreichen Kultureinrichtungen und -institutionen, finden Sie auf den Kulturseiten bei uckermark.de.


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Letzte Änderung: 29.1.2005
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