Gartz (Oder): Brandenburg mit pommerscher Tradition

Ein Herz für Pommern und den Karneval- der nordöstlichste Zipfel Brandenburgs setzt auf Traditionen.

St.-Stephans-Kirche in Gartz (Oder)
St.-Stephans-Kirche in Gartz (Oder)
Gartz ist ein reizvolles Kleinstädtchen im Unteren Odertal. Aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage an der Oder war es immer wieder kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt. 1249 erhielt Gartz von Herzog Barnim I. das Stadtrecht verliehen. Es umgab sich mit einer wehrhaften, noch heute zum großen Teil erhaltenen Stadtmauer aus Findlingen und ochsenbluthaltigem Mörtel. Wahrzeichen der Stadt sind auch das Stettiner Tor, der Storchenturm und vor allem die St.-Stephans-Kirche des mittelalterlichen Stettiner Baumeisters Heinrich Brunsberg.

Die Stadt hat, trotz ihrer Lage in Brandenburg, sehr enge Bindungen zu ihrer pommerschen Geschichte, die auch heute noch gepflegt wird. So findet man immer wieder die pommerschen Farben, das Amt, in dem Gartz liegt, nennt sich "Brandenburgisch- Vorpommersches Amt Gartz (Oder)" und dieser Ecke der Uckermark zu Ehren hat man im Wappen des Landkreises Uckermark auch den pommerschen Greif verewigt.

Traditionell enge Beziehungen pflegt man zu Polen; so besuchten polnische Schüler bis vor kurzem eine hiesige Schule, und zu einem besonderen Erlebnis werden jährlich die Deutsch-Polnischen Musiktage. Und nicht zuletzt: Gartz ist die Hochburg des Karnevals in der Uckermark.

Bis vor kurzem war Gartz eine Hochburg der Butterfahrer. Zwar wurde mit dem EU-Beitritt Polens den zollfreien Einkaufsfahrten der Garaus gemacht, aber man kann nach wie vor sehr schöne Bootsfahrten auf der Oder unternehmen.

Amt Gartz (Oder), Stettiner Straße 15, 16307 Gartz/Oder;  Tel.: (033332) 770,  Fax: (033332) 575


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Letzte Änderung: 27.1.2005
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