Slea Head Drive (2): Slea Head und Dunmore Head

Hinter den Bienenkorbhütten von Fahan geht es weiter auf der schmalen Küstenstraße, immer mit grandiosem Ausblick auf die Dingle Bay und schließlich den Atlantik. Und nachdem man am Slea Head um die schmale Kurve biegt, erblickt man das überwältigendste und meistfotografierte Panorama der Dingle Peninsula.

Slea Head mit Blick auf Dunmore Head

Der Blick geht weit hinüber zum Dunmore Head; links sind in der Ferne noch die Blasket Islands zu erkennen. Und wenn man schon einmal hier ist, muß man natürlich auch hin zum Dunmore Head!

Auf dem Weg dorthin kommt man immer wieder an Ruinen der hier typischen, aus Steinen aufgeschichteten Häuser vorbei. Manche sind von gewaltigen Fuchsienbüschen überwuchert. Und wie überall sind die zahllosen Schafe mit Farbe besprüht: Hier blau, anderswo rot oder grün.

Ruine am Slea HeadRuine am Slea HeadMarkierte Schafe am Slea Head

Am Dunmore Head sucht man sich einen Parkplatz, was an schönen Tagen gar nicht so einfach ist. Und dann geht es rund um die Landzunge, mit waghalsigen Kletterpartien über die Steinwälle, vorbei an nachdenklich dreinblickenden (diesmal rotbesprühten) Schafen und immer mit Blick auf die Blasket Islands.
Dunmore Head mit Blick auf die Blasket IslandsSchafe am Dunmore Head

Schließlich hat man es dann geschafft. Was so besonderes ist am Dunmore Head? Nun- hier ist der westlichste Punkt Europas! Jedenfalls was das Festland betrifft. Dahinter kommen nur noch ein paar Felsen, die Blasket Islands, dann ein paar Tausend Meilen Wasser und schließlich Amerika.
Dunmore Head- westlichster Punkt EuropasDunmore Head- westlichster Punkt Europas

Den Moment sollte man ruhig eine Weile auf sich wirken lassen: Der Blick schweift weit über den Atlantik, im Dunst liegen die Blasket Islands, unten donnert das Meer an die Klippen. Die Möwen kreischen, die Schafe blöken leise. Man ist hier relativ allein, weil nur wenige Leute hier hinunterkommen; die meisten bleiben oben auf dem Gipfel, wo ein Ogham Stone steht.

Strandleben am Dunmore HeadHat man den Moment genossen, kann man nach dem Rückweg noch einen Abstecher hinunter zum Strand machen. Mangelnder Respekt der Iren vor der Obrigkeit bringt es mit sich, daß hier an sonnigen und (für irische Verhältnisse) "warmen" Tagen das schönste Strandleben mit Baden, Schwimmen, Planschen und Wellenreiten stattfindet- obwohl überall Schilder darauf hinweisen, daß das streng verboten ist. Es ist aber auch zu schön: Die Felsen im Hinterland, unten der feinsandige Strand, das blaue Meer, herrliche Wellen und der Blick hinüber zu den Blaskets- wer kann da schon widerstehen? Da das Wasser nur 15 Grad hat, stecken vor allem die badenden Kinder fast durchweg in Neoprenanzügen- auch eine Art, mit dem kalten Wasser klarzukommen.


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Letzte Änderung: 3.12.2005
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