Connor Pass und Brandon Bay

Connor PassDer Connor Pass führt von Dingle nordostwärts über enge, gewundene Bergstraßen zur Brandon Bay. Es ist von Vorteil, wenn man schon einige Tage Fahrpraxis mit dem Fahren auf der linken Seite hat, bevor man diese Tour unter die Räder nimmt; an manchen Stellen ist es beängstigend eng, und wenn man dann entgegenkommenden Fahrzeugen ausweichen muß, gibt es schon mal brenzlige Situationen. Blick vom Connor Pass auf Dingle HarbourDafür hat man vom höchsten Punkt, dem 478 Meter hohen Connor Hill, eine weite Sicht auf Dingle Harbour und die Dingle Bay, auf fette grüne Wiesen und die umliegenden Berge.

Wasserfall am Connor PassEinige enge Serpentinen weiter gelangt man zu einem Wasserfall, in dessen glitschigem Bachlauf der Verfasser in voller Montur und mit der Kamera um den Hals lang hinschlägt. Blick vom Connor Pass auf die LochsAls Entschädigung kann man aber unter der Brücke hindurchkriechen und hat von der anderen Seite den schönsten Ausblick auf die hier irisch "Loch" genannten Seen in der Ebene.

Strand an der Brandon BayÜber den Connor Pass gelangt man zur Brandon Bay. Zwar gibt es dort einen kilometerlangen, breiten Sandstrand vor dem beeindruckenden Hintergrund der Berge am Brandon Point. Allerdings lädt das 15 Grad kalte Wasser nicht unbedingt zum Baden ein. Wir haben es trotzdem mal mit Baden versucht, aber es ist verflucht kalt und das von den Wellen aufgewühlte Wasser ist so voller Tang und Algen, daß man meint, in kaltem Wirsingkohleintopf zu baden.

Blick auf die Brandon BayDa uns das Wasser der Brandon Bay doch zu kalt ist, fahren wir weiter die Küste entlang, vorbei an prächtigen Gärten, und wärmen uns unterwegs in einem Pub in Cloghane bei einem verfrühten 5-Uhr-Tee, Apple Pie und Scones auf. Am Brandon Point angelangt, steigen wir auf zum 251 Meter hohen "An Buaicin", wo wir mit einer schönen Aussicht auf die Brandon Bay belohnt werden, in der gerade Ebbe ist. Schon beim Aufstieg fallen uns zwischen den bunten Blumen immer wieder schwarze Stellen an der Oberfläche auf.
Blumen am "An Buaicin"Torfklumpen

Schließlich stellen wir fest, daß es Torf ist, Irlands Brennstoff Nr.1, der hier direkt an der Oberfläche liegt. Er wird großflächig gestochen, getrocknet, später verpackt und mit dem Traktor ins Tal gefahren. Beim Verbrennen verbreitet er einen charakteristischen Geruch, den wir überall im Land immer wieder bemerken können.
TorfstichTorftransport


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Letzte Änderung: 11.12.2005
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